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COACHING

Manchmal kommen Klienten mit speziellen Anliegen zu mir, wo es hauptsächlich um das Erlernen neuer Fähigkeiten geht, sozusagen „punktuelle Nöte“.

Coaching für mehr Fahrsicherheit

Ich habe mich auf Coaching für Führerscheininhaber mit Angst vorm Autofahren spezialisiert, da einige Angstthemen meiner Erfahrung nach daraus resultieren, dass so manche Kniffe in der Fahrschulausbildung nicht ausreichend erlernt oder schlicht vergessen wurden.
In den meisten Berufen bildet man sich regelmäßig fort. Aus meiner Sicht ist Fortbildung auch für Autofahrer sehr hilfreich. Ich bin davon überzeugt, dass ich selber erst in meiner Ausbildung zur Fahrlehrerin eine gute und vor allem sichere Fahrerin geworden bin und mit vielen Irrtümern über Verkehrsregelungen aufräumen konnte. Dieses Wissen möchte ich gerne weitergeben.
Hier erzähle ich Ihnen beispielhaft einige Inhalte und Themen, mit denen Kunden bisher schon für ein Fahrcoaching zu mir gekommen sind.

"...ich habe Angst vorm Auffahren auf die Autobahn"

Eine Klientin wendete sich an mich, weil Sie schon mehrfach fast nicht in die Autobahn hinein gekommen ist.
Und eines Tages ist ihr Alptraum dann wahr geworden: Es war viel Verkehr und sie traute sich nicht hinüber in die A5 bei Frankfurt und musste so auf dem Seitenstreifen anhalten. Aus dem Stand dann in den fließenden Verkehr hineinzukommen ist eine sehr schwierige Herausforderung und kostete sie einige Zeit und viele Nerven.

Diese Situation macht sehr vielen Menschen Angst. Sie fragen sich: Was mache ich, wenn ich am Ende des Beschleunigungsstreifens immer noch nicht reinkomme? Wenn mich keiner rein lässt?
Ohne zu wissen, dass man gar nicht darauf angewiesen ist, dass einen einer rein lässt, wenn man frühzeitig entscheidet, welche Lücke passt und diese dann in Ruhe ansteuert.
Das hört sich so logisch an, wenn man es liest, und Menschen, die damit keine Probleme haben, können die Ängste nicht nachvollziehen. 

Doch logische Erklärungen nützen nichts, wenn man einfach Angst hat und noch nie erlebt hat, wie es besser funktionieren kann.
Das habe ich dieser Klientin gezeigt und sie dann systematisch üben lassen. Und so bekam sie recht schnell Hoffnung, das auch alleine immer besser hinzubekommen.

Daneben hatte sie auch die ebenfalls sehr häufige Angst, dass andere von der Beschleunigungsspur einfach rüber ziehen, wenn man auf der Autobahn an ihnen vorbei fährt. Sie fühlte sich oft genötigt, in die linke Spur zu wechseln, obwohl die gar nicht frei war und dort sehr schnell gefahren wurde. Das führte einige Male zu recht brenzligen Situationen und Hupkonzerten der hinteren Fahrzeuge.
Auch dafür zeigte ich ihr einen kleinen Trick und sie war erstaunt, wieviel leichter einem das das Fahren auf der Autobahn macht!

"...ich fühle mich überfordert im Großstadtverkehr"

Eine Klientin kam zu mir, weil sie vom Land nach Wiesbaden gezogen ist und es ihr schwer fiel, die vielen Spuren zu überblicken und rechtzeitig zu wechseln. Wenn sie nicht rechtzeitig wechseln konnte, wurde sofort hinter ihr gehupt. Vor lauter Stress würgte sie den Motor ab, wenn sie schnell an der Ampel wegkommen wollte. Noch dazu musste sie ihre Kinder fahren, was sie zusätzlich unter Druck setzte, denn sie wollte sie natürlich keiner Gefahr aussetzen. Und sie weinten gerne auf dem Rücksitz.
Ihr Stresslevel war so hoch, dass sie unbedingt etwas unternehmen musste. 

Wir trafen uns zu einem Coaching und fuhren die Strecken ab, die für sie besonders wichtig waren. Mit den entsprechenden Tipps fiel es ihr schon viel leichter. Die Übung machte das Fahren dann endlich Stück für Stück entspannter.

"...mich stressen unbekannte Strecken"

Eine Klientin aus der Nähe von Mannheim wünschte sich sehr, endlich ihre Eltern mal wieder besuchen zu können, zumal da diese nicht mehr die jüngsten waren. Der Weg mit dem Zug war so umständlich, dass es selten dazu kam.
Aber hinaus aus ihrem Heimatort zu fahren konnte sie sich einfach nicht vorstellen. Sie erinnerte sich an furchtbare Fahrten, bei denen sie sich sehr verfahren hatte und auch noch unter Zeitdruck stand. (Das war noch zu Zeiten von Straßenkarten.)
Jetzt hatte sie sich ein Navi gekauft, fühlte sich dadurch aber stark vom Fahren abgelenkt und wollte sich ihm nicht vollständig anvertrauen, da sie der Technik nicht über den Weg traute.
Damit hatte sie auch schließlich nicht unrecht – es kommt ja durchaus vor, dass das Navi einen einmal falsch führt.
Wir übten, die Strecken grob mit Straßenkarten zu planen und die ausgewählte Strecke des Navis zu überprüfen.
Im praktischen Fahrteil übten wir, die wichtigen Informationen direkt zu erfassen. und das Navi so zu benutzen, dass es nicht vom Straßenverkehr ablenkt. Es dauerte nicht lange und sie bestritt – wenn auch aufgeregt – zum ersten Mal die längere Strecke zu ihren Eltern. Und war danach sehr stolz auf sich. 

"... ich habe ein neues Auto und komme mit dem Einparkassistent nicht zurecht"

Einparkassistenten sind – wie viele andere technische Neuerungen – geniale Einrichtungen, doch niemand bringt einem bei, mit dieser neuen Technik richtig umzugehen.
Das erinnert mich immer wieder daran, wie unglaublich viele Autofahrer heute noch so bremsen, als hätten sie kein ABS, da zu Ihrer Fahrschulzeit bei den damaligen Fahrzeugen noch eine andere Art des Bremsens gelehrt werden musste. Und das schlimmste ist, dass solches überholte Wissen oft sogar noch an die nächsten Generationen weitergereicht wird. Ich habe schon mit vielen Klienten richtiges Bremsen geübt, um ein berechtigtes Gefühl von Sicherheit mit gleichzeitigem realistischen Einschätzen im Ernstfall überhaupt erst zu ermöglichen!

In diesem konkreten Fall ging es darum, dass jemand nicht mithilfe des Parkassistenten in die Lücke kam . Wir mussten zunächst die Ursache gemeinsam herausfinden. Es lag hauptsächlich an gewissen Irrtürmern darüber, wie die Einparkhilfe zu bedienen ist, aber auch daran, dass Einparkassistenten zum Teil gefährlich eng wirkende Lücken wählen. Dabei keine Angst zu entwickeln ist nur möglich, wenn man der Technik hundertprozentig vertrauen kann. Wir arbeiteten also in kleinen Schritten daran, die Angst zu verändern und die Möglichkeiten und Grenzen der Technik einzuschätzen. Das Ergebnis war hervorragend! 

"...ich will bei IKEA einkaufen, aber kann nicht einparken"

Gerade Einparken ist aus meiner Erfahrung heraus in der Fahrschulausbildung kaum erschöpfend den Anfängern zu vermitteln. Die Parklücken in der Führerscheinprüfung sind glücklicherweise meistens ziemlich groß und die Prüfer sind froh, wenn die Anfänger einigermaßen hineinkommen. Mit den engen Lücken im Großstadtverkehr hat das oft wenig zu tun. Aus meiner Sicht könnte es nichts schaden, wenn jeder mit vielleicht einem Jahr Fahrpraxis und damit mehr Übung in der Fahrzeugbedienung noch einmal ein Einparktraining bekäme, denn zu dieser Zeit könnte man wirklich an die Feinarbeit gehen.
Viele lernen es durch die Übung auch alleine, aber es gibt auch genug Menschen, die bleibend mit dem Gefühl der Unsicherheit bis hin zu Angst beim Einparken leben müssen. Das zeigt sich aus meiner Sicht sehr deutlich an den vielen schwarzen Schleifspuren in engen Parkhäusern oder an manchen Bordsteinkanten. Auch niedrige Blumenkübel bleiben auf Dauer selten verschont.
Ich selber saß sogar mal im Fahrschulauto auf einem Supermarktparkplatz und erklärte gerade einem Fahrschüler etwas, als neben uns flott eingeparkt wurde, und derjenige an unserem Spiegel hängen blieb.

Ich selber begegne tatsächlich sehr viel lieber denjenigen auf der Straße, die ängstlich sind und damit eher Risiken vermeiden, als denjenigen, die sich einfach überschätzen und womöglich mich dann noch (wie in eben genannter Geschichte) dafür anpöbeln, wenn ich den Schaden reguliert bekommen möchte bzw. einfach weiterfahren und den Geschädigten mit dem kaputten Spiegel zurücklassen.
Wenn jemand Angst hat, ist man eher motiviert, sich Hilfe zu suchen und seine Fähigkeiten zu verbessern!

Einparken wird relativ häufig in meinem Coaching zum Thema gemacht, da zum unabhängigen Autofahren z.B. zum Supermarkt natürlich auch dazu gehört, das Auto ohne Schaden abstellen zu können. Insbesondere, da viele ältere Parkhäuser so eng gebaut sind, dass sie eigentlich zu den Maßen der heutigen PKWs nicht mehr passen.

Beispielsweise war es einer Klientin sehr wichtig, ohne ihren Partner zu IKEA fahren zu können, um endlich einmal dort nach Herzenslust ausgiebig schoppen zu können. Gerade IKEA kann man mit dem öffentlichen Nahverkehr oft nur schwer erreichen, und falls doch, so bekommt man seine Einkäufe nicht nach Hause!

"...meine MitarbeiterInnen sind zu oft in Unfälle verwickelt"

In Unternehmen mit Firmenfahrzeugen, z.B. Kurierdiensten, Taxibetrieben oder Handwerksbetrieden werden schnell die Fuhrparkkosten zum Thema, wenn die Mitarbeiter aufgrund von Zeitdruck oder schlicht Nachlässigkeit häufiger Unfälle bauen.
An meinem eigenen Auto ist im letzten Jahr eine kleines Schneeräumfahrzeug seitlich entlang geschrammt und hat das Auto quasi aufgeschlitzt. Ein erheblicher Schaden ist dabei entstanden.
Häufige Unfälle treiben die Versicherungskosten massiv in die Höhe – ganz abgesehen von den Schäden an den eigenen Fahrzeugen, die zurückbleiben.

Ein Unternehmen holte mich dazu, um mit den Mitarbeitern erfolgte Unfälle aufzubereiten und Ihre Fahrweise und mögliche Risiken gemeinsam zu bewerten.
Manchmal sind es schon kleine Tipps, die die Kosten erheblich senken können!

"...je älter ich werde, desto ängstlicher werde ich im Straßenverkehr"

Die Konzentrationsfähigkeit und das Sehen lassen nach, Unaufmerksamkeiten schleichen sich immer mehr ein, ich kann mich nicht mehr so gut umdrehen – so schilderte es mir eine Klientin, die, mit ihren 70 Jahren, noch sehr viel unterwegs war und für die Mobilität nach wie vor unglaublich wichtig war. Sie wünschte sich Feedback dazu, ob sie es sich noch zutrauen könne und Verbesserungstipps, um sich wieder wohler zu fühlen.
Die Vorteile der älteren Autofahrer liegen in dem hohen Maß an Fahrerfahrung und der größeren Vorsicht. Daher bauen sie statistisch gesehen deutlich weniger Unfälle, als oft von jungen Leuten vermutet, und wenn, dann meistens mit weniger Schaden, da oft z.B. beim Einparken.

Die Ängstlichkeit älterer Menschen ist aus meiner Sicht sehr nützlich, wenn man sie mit einer realistischen Selbsteinschätzung und einer realistischen Einschätzung der Gefahren im Verkehr kombiniert sowie mit hilfreichen Handlungsstrategien.

Zunächst einigten wir uns darauf, dass sie ihren Gesundheitszustand ärztlich abklären und die Brille überprüfen ließ. Darüber hinaus gab es einige Unsicherheiten bezüglich der heute geltenden Verkehrsregeln zu besprechen.
Das Coaching half ihr dann, wieder mehr und frühzeitiger Gefahrenstellen zu erkennen und in einer hilfreichen Weise darauf zu reagieren., 

"...ich habe eine neue Mitarbeiterin, die sich nicht traut, mit dem Firmenbus zu fahren"

Recht häufig stehen gerade Berufsanfänger vor der Situation, dass sie zum ersten mal mit ungewohnten und vielleicht auch noch viel größeren Firmenfahrzeugen fahren müssen. So treffen mangelnde Fahrpraxis und ungewohnte Maße sowie möglicherweise auch noch das Thema der unbekannten Strecken zusammen.

Da es für die Firma in diesem Fall von Interesse war, die ungeübte Fahrerin jederzeit einsetzen zu können, und es gleichzeitig darum ging, Unfälle aufgrund der Unsicherheit schon im Vorfeld zu verhindern, wurde jemand gesucht, um die Fähigkeiten der Mitarbeiterin zu prüfen und zu erweitern und ihr gleichzeitig die Angst vor dem Autofahren zu nehmen.

Über mich

„Ich bin Therapeutin geworden, weil es mich begeistert, Menschen bei dem Erreichen Ihrer Ziele zu begleiten und zu unterstützen.“

Ich habe mich nach und nach immer mehr auf das Thema Fahrangst im Allgemeinen sowie in einzelnen Situationen (wie z.B. Autobahnfahren) spezialisiert, weil es dort Handlungsbedarf gibt und es mir einfach sehr viel Spaß macht.

Kontakt

Simone Caillé
Im Hain 1
35410 Hungen-Nonnenroth
(bei Gießen)
Telefon 06402 – 70 82 973

Hasengarten 45
61440 Oberursel
Telefon 06172 – 30 29 13

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55758 Mörschied

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